Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Udo Kier, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Udo Kier
24.11.2025 um 08:20 Uhr von RedaktionUdo Kier
Udo Kier (* 14. Oktober 1944 in Köln als Udo Kierspe; † 23. November 2025 in Palm Springs, Kalifornien) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher, der seit den 1960er Jahren in über 270 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt hat. Er war einer der wenigen deutschen Schauspieler, die regelmäßig in Hollywood drehten, und spezialisierte sich besonders auf skurrile Nebenrollen an der Seite großer Stars. Daneben arbeitete er im Independent- und Arthouse-Bereich mit Regisseuren wie Andy Warhol, Lars von Trier, Rainer Werner Fassbinder, Paul Morrissey, Werner Herzog, Christoph Schlingensief und Gus van Sant.
Leben
Jugend
Udo Kier wurde 1944 als nichtehelicher Sohn einer Schneiderin in Köln-Mülheim geboren. Wenige Stunden nach seiner Geburt wurden er und seine Mutter bei einem Bombenangriff im Krankenhaus verschüttet, die Mutter konnte jedoch sich und den Neugeborenen befreien. Seinen leiblichen Vater lernte Kier erst als Erwachsener kennen.
Kier war als Heranwachsender Messdiener und Chorsänger in einer Kirchengemeinde. Er verkleidete sich gern und imitierte beispielsweise Caterina Valente. Nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann, später arbeitete er bei Ford am Fließband. Bald erkannte er, dass er mit seinem Aussehen mit zarten, mädchenhaften Zügen, auffallend grünen Augen und braunen Locken Geld verdienen konnte. So arbeitete er zeitweise als Mannequin in der Modebranche.
In Cannes lernte er Jean Marais und Arndt von Bohlen und Halbach kennen. Mit 19 Jahren ging er nach London und schlug sich dort als Kellner durch. Abends besuchte er die Schauspielschule und lernte unter anderem den Regisseur Luchino Visconti und den Schauspieler Helmut Berger kennen. Ebenso begegnete er in den 1960er Jahren Rainer Werner Fassbinder, mit dem er später mehrere Filme drehte.
Karriere
1964 reiste Kier nach Rom, wo er eine schillernde Illustriertenberühmtheit wurde. Zurück in England spielte er mit 23 Jahren erstmals in einem Film und besuchte anschließend in New York eine Schauspielschule. Im Laufe der Zeit und mit größeren Rollen in Film und Fernsehen entwickelte er sich durch seinen Mut zu Rollen jenseits des Üblichen zum Typ des „neugierigen Streuners durch viele schräge Welten“. 1973 brachte er es durch seine Mitwirkung an Paul Morrisseys Filmen Frankenstein und Dracula zu einiger Berühmtheit.
Seinen Hauptwohnsitz behielt Kier bis Anfang der 1990er Jahre in Köln, wo er gemeinsam mit dem Maler Michael Buthe und dem Videokünstler Marcel Odenbach in einer Künstlerkolonie lebte. In den 1980er Jahren versuchte er sich als Musiker, nahm eine Schallplatte mit dem Titel Der Adler auf, die später in seinem ersten Hollywwod-Film, My Private Idaho (1991), zu hören war, und reiste mit einem Rock-Pop-Programm nach Moskau.
1988 spielte er unter der Regie von Christoph Schlingensief in Mutters Maske neben Helge Schneider und Charly Weiss. Der Film ist eine surrealistisch anmutende Neuverfilmung von Opfergang von Veit Harlan. Kier spielte noch in weiteren Schlingensief-Filmen mit, 1986 in Egomania – Insel ohne Hoffnung an der Seite von Tilda Swinton, 1989 in 100 Jahre Adolf Hitler, 1990 in Das deutsche Kettensägenmassaker, 1992 in Terror 2000, 1992 in Udo Kier – Tod eines Weltstars (in dem er sich selbst spielt), 1996 in United Trash und 1997 in Die 120 Tage von Bottrop. Kier trat gelegentlich auch im Theater auf, etwa an der Seite von Hans Falár in Das kurze Leben der Schneewolken am Bonner Schauspielhaus und mit Christine Kaufmann für ein Tourneetheater in Salome. Im europäischen Ausland übernahm er Rollen in Kino- und Fernsehfilmen.
1991 ging Kier nach Hollywood und spielte in dem Film My Private Idaho von Gus Van Sant einen exzentrischen schwulen Freier. Durch seinen Auftritt als dekadenter Flaneur in zwei Popvideos und dem Skandalbuch SEX der Sängerin Madonna wurden Filmagenturen auf ihn aufmerksam. Er bekam nun zahlreiche Film- und Fernsehrollen in den USA und drehte zudem Werbespots. So war er in der Science-Fiction-Serie seaQuest DSV von Steven Spielberg und in den Kinofilmen Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Die Legende von Pinocchio, Die neuen Abenteuer des Pinocchio und Shadow of the Vampire zu sehen. Durch die Rolle des Schurken Yuri in dem PC-Videospiel Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 und dem Add-on Yuris Rache sowie seinen Auftritt im Computerspiel OD des Videospielentwicklers Hideo Kojima erlangte er Bekanntheit in der Gamer-Szene. In der Comic-Verfilmung Blade (1998) stellt Kier, der bereits 1974 in dem Horrorfilm Andy Warhols Dracula einen Blutsauger verkörpert hatte, den Vorsitzenden einer geheimen Vampirgesellschaft dar. Er arbeitete in Hollywood an der Seite von Nicole Kidman, Michael J. Fox, Keanu Reeves, River Phoenix, Wesley Snipes, Bruce Willis, Dolph Lundgren, John Malkovich, Matt Damon, Christoph Waltz und Arnold Schwarzenegger.
Auch in Europa trat er weiterhin in Erscheinung, insbesondere in Filmen von Lars von Trier, so in Epidemic, Medea, Europa, Breaking the Waves, Dancer in the Dark, Dogville, Manderlay, Melancholia und Nymphomaniac. Auch in deutschen Filmen tauchte er gelegentlich auf, beispielsweise als Killer in einer Folge der Krimiserie Rosa Roth oder als schwuler Terrorist und Modedesigner in Hans-Christoph Blumenbergs Rotwang muß weg! (1993). In der dänischen Fernsehserie Hospital der Geister von 1994 schlüpft Kier während einer bluttriefenden Geburtsszene als dämonisches Baby aus der Vagina einer vor Schmerzen schreienden Frau. 2022 war er auch an der dritten Staffel der Serie beteiligt.
In amerikanischen Filmen übernahm er mitunter sehr kleine Rollen. So war er in Josh and S.A.M. nur in einer Szene zu sehen. 1995 spielte er in dem Film Vernetzt – Johnny Mnemonic und 1998 in Michael Bays Armageddon. Von 2005 bis 2007 war Kier in der Kinder-Mysteryserie 4 gegen Z als finsterer Magier Zanrelot zu sehen, der die Herrschaft über Lübeck an sich reißen will. Darin spielte er unter anderem mit Carolyn McGregor. Auch wirkte er 2004 in dem deutschen Film Jargo mit.
2008 wurde die PC-Spiel-Umsetzung von Far Cry gedreht. In dem von Uwe Boll produzierten Werk spielte Kier den Bösewicht Dr. Krieger, den Gegenpart des von Til Schweiger gespielten Jack Carver. 2011 übernahm er die Hauptrolle in dem kanadischen Drama-Thriller Keyhole, den er mit seiner Filmpartnerin Isabella Rossellini bei South by Southwest vorstellte.
Im Jahr 2000 spielte er in dem Musikvideo Make Me Bad der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Korn neben Brigitte Nielsen einen bösen Wissenschaftler. Für die Dokumentation Arteholic (Regie: Hermann Vaske), der auf dem Filmfest München uraufgeführt wurde, erhielt Kier den CineMerit Award 2014. Er war außerdem in Installationen und Videoclips der Band U2 im Rahmen ihrer Zoo-TV-Tour (1992–1993) zu sehen.
2008 kaufte Kier ein ehemaliges Schulgebäude im thüringischen Gehren, das er bei den Dreharbeiten zu Lulu & Jimi entdeckt hatte. In der Nazi-Parodie Iron Sky (2012) sowie der Fortsetzung Iron Sky: The Coming Race (2019) verkörperte er den „Mondführer“ Wolfgang Kortzfleisch. Herausragende Kritiken erhielt Kier für seine Hauptrolle in dem Independentfilm Swan Song von Todd Stephens.
Privates
Kier zog Anfang der 1990er Jahre von Köln nach Kalifornien und lebte dort in einem Haus in Palm Springs. Er äußerte sich selten zu seinem Privatleben, sprach aber 2022 in einem Interview mit der Zeitschrift GQ über seine Homosexualität und erwähnte, dass er seit mehr als 20 Jahren in einer festen Beziehung lebe.
Ende Juni 2020 wurde Kier Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.
Kier starb am 23. November 2025 im Alter von 81 Jahren.
Filmografie (Auswahl)
1966: Road to St. Tropez
1968: Schamlos
1969: Hexen bis aufs Blut gequält
1972: Top Secret (The Salzburg Connection)
1973: Cagliostro (Fernseh-Mehrteiler)
1973: Andy Warhols Frankenstein (Flesh for Frankenstein)
1973: Sonderdezernat K1 – Kassensturz nach Mitternacht
1974: Andy Warhols Dracula (Dracula cerca sangue di vergine … e morì di sete!!!)
1975: Die Geschichte der O (Histoire d’O)
1976: Spermula
1977: Bolwieser
1977: Suspiria
1979: Die dritte Generation
1979: Ungarische Rhapsodie (Magyar rapszodia)
1980: Lulu
1980: Lili Marleen
1980: Narziss und Psyche (Narcisz es Psyche)
1981: Lola
1983: Die Insel der blutigen Plantage
1983: Die wilden Fünfziger
1984: Gespenstergeschichten: Im Schatten des Zweifels (Fernsehfilm)
1984: Moskau in New York (Moscow on the Hudson)
1985: Verführung: Die grausame Frau
1985: Die Einsteiger
1986: Die Schlacht der Idioten
1986: Egomania – Insel ohne Hoffnung
1986: Am nächsten Morgen kehrte der Minister nicht an seinen Arbeitsplatz zurück
1986: Kir Royal (Fernsehserie, Folge Adieu Claire)
1987: Epidemic
1988: Mutters Maske
1988: Medea
1989: 100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker
1990: Europa
1990: Das deutsche Kettensägenmassaker
1991: My Private Idaho (My Own Private Idaho)
1992: Terror 2000 – Intensivstation Deutschland
1993: Even Cowgirls Get the Blues
1993: Plötzlich und unerwartet – eine Deja-Revue
1993: Ein Concierge zum Verlieben (For Love or Money)
1993: seaQuest DSV (Fernsehserie, Folge 1x08 Tödliche Gene)
1993: Josh and S.A.M.
1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective)
1994, 1997, 2022: Hospital der Geister (Riget, Miniserie, 13 Folgen)
1995: Vernetzt – Johnny Mnemonic
1995: Nur über meine Leiche
1995: Die Gebrüder Skladanowsky
1996: Duke of Groove (Kurzfilm)
1996: Tatort – Das Mädchen mit der Puppe
1996: Barb Wire
1996: Die Legende von Pinocchio (The Adventures of Pinocchio)
1996: United Trash
1996: Breaking the Waves
1997: Am Ende der Gewalt (The End of Violence)
1997: Die 120 Tage von Bottrop
1997: Prinz Eisenherz (Prince Valiant)
1998: Revenant – Sie kommen in der Nacht (Modern Vampires, Fernsehfilm)
1998: Eis – Wenn die Welt erfriert (Ice, Fernsehfilm)
1998: There’s no Fish Food in Heaven
1998: Blade
1998: Armageddon – Das jüngste Gericht (Armageddon)
1999: Final Speed – Stoppt den Todeszug! (Final Run)
1999: Die neuen Abenteuer des Pinocchio (The New Adventures of Pinocchio)
1999: Unter den Palmen
1999: Die Diebin
1999: End of Days – Nacht ohne Morgen (End of Days)
2000: Doomsdayer
2000: Shadow of the Vampire
2000: Dancer in the Dark
2000: Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 (Computerspiel)
2001: Critical Mass – Wettlauf mit der Zeit (Critical Mass)
2001: Invincible – Unbesiegbar
2001: Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 – Yuris Rache (Computerspielerweiterung)
2001: Die Männer Ihrer Majestät (All the Queen’s Men)
2001: Auf Herz und Nieren
2001: Revelation – Die Offenbarung (Revelation)
2001: Megiddo – Das Ende der Welt
2001: Die Gottesanbeterin
2002: FearDotCom
2002: Pigs Will Fly
2003: Dogville
2003: Tor zum Himmel (Gate to Heaven)
2004: Wie überleben wir Weihnachten? (Surviving Christmas)
2004: Modigliani
2004: Dracula 3000
2004: Evil Eyes
2004: One Point Zero – Du bist programmiert (One Point 0, auch Paranoia 1.0)
2004: 30 Days Until I’m Famous – In 30 Tagen berühmt (30 Days Until I’m Famous, Fernsehfilm)
2004: Jargo
2005: BloodRayne
2005: Manderlay
2005: Headspace
2005: Masters of Horror – Cigarette Burns
2006: Holly
2005–2007: 4 gegen Z (Fernsehserie, 41 Folgen)
2006: Kreuzzug in Jeans (Kruistocht in spijkerbroek)
2006: Pray for Morning
2006: Polizeiruf 110 – Mit anderen Augen
2007: Fall Down Dead
2007: Pars: Operation Cherry (Pars: Kiraz operasyonu)
2007: Grindhouse
2007: The Mother of Tears (La terza madre)
2007: Tell
2007: Children of Wax
2007: Halloween
2008: Far Cry
2008: 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde
2009: Lulu & Jimi
2009: Tatort – Platt gemacht
2009: House of Boys
2009: Ein fürsorglicher Sohn (My Son, My Son, What Have Ye Done)
2009: Soul Kitchen
2010: Chuck (Fernsehserie, eine Folge)
2010: Long Live the People of the Revolution
2010–2013: Mission Scooby-Doo (Scooby-Doo Mystery Incorporated, Fernsehserie, 17 Folgen)
2010: Das Leben ist zu lang
2011: Graf Karpatovicz und das Blonde Gift (Kurzfilm)
2011: Der Himmel hat vier Ecken
2011: Melancholia
2011: Borgia (Fernsehserie, 3 Folgen)
2011: The Theatre Bizarre
2012: 10 PM Lincoln Boulevard
2012: Iron Sky
2012: UFO in Her Eyes
2012: Night of the Templar
2012: The Lords of Salem
2013: Heather’s Dream (Kurzfilm)
2013: Nymphomaniac
2013: The Editor
2014: Arteholic (Dokumentarfilm)
2014: Beethoven und der Piratenschatz (Beethoven’s Treasure)
2014: Ghost Horror Hotel
2015: Altes Geld (Fernsehserie, 8 Folgen)
2015: Coconut Hero
2015: Zero
2015: Mark of the Devil: Mark of the Times (Dokumentation)
2016: Brother (Broer)
2016: Courier X
2017: Brawl in Cell Block 99
2017: Downsizing
2018: Don’t Worry, weglaufen geht nicht (Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot)
2018: Meine Tochter – Figlia Mia
2018: The Mountain
2018: Dragged Across Concrete
2018: Puppet Master: Das tödlichste Reich (Puppet Master: The Littlest Reich)
2018: American Animals
2019: Iron Sky: The Coming Race
2019: M – Eine Stadt sucht einen Mörder (Fernsehserie, 6 Folgen)
2019: Holy Beasts
2019: Bacurau
2019: The Painted Bird
2019: American Exit
2019: The Barefoot Emperor
2019: Skin Walker
2020: Last Moment of Clarity
2021: Swan Song
2022: A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe
2023: Hunters (Fernsehserie, 6 Folgen)
2025: By Design
2025: The Secret Agent (O Agente Secreto)
Synchronrollen
Darüber hinaus war Kier auch als Synchronsprecher tätig und lieh sich in der deutschen Synchronisation folgender Filme selbst die Stimme:
1996: Barb Wire
1996: Die Legende von Pinocchio (The Adventures of Pinocchio)
1997: Am Ende der Gewalt (The End of Violence)
1999: Die neuen Abenteuer des Pinocchio (The New Adventures of Pinocchio)
2004: One Point Zero – Du bist programmiert (One Point 0, auch: Paranoia 1.0)
2004: Wie überleben wir Weihnachten? (Surviving Christmas)
2006: Kreuzzug in Jeans (Kruistocht in spijkerbroek)
2008: Far Cry
2009: Ein fürsorglicher Sohn (My Son, My Son, What Have Ye Done)
2009: House of Boys
2011: Melancholia
2012: Iron Sky
2017: Brawl in Cell Block 99
2017: Downsizing
2019: Iron Sky: The Coming Race
Musikvideos
1989: Edwyn Collins - 50 Shades Of Blue
1992: Madonna – Erotica
1992: Madonna – Deeper and Deeper
1999: Rauhfaser – Die Schöne und das Biest
2000: Korn – Make Me Bad
2001: Eve ft. Gwen Stefani – Let Me Blow Ya Mind
2001: RMB – Deep Down Below
2015: Get Well Soon – It’s Love
Dokumentationen, Porträts, Ausstellungen
2012: Ich – Udo … starring Udo Kier, Dokumentation, 43 Min.
2022: Interview mit Udo Kier. ARTE FRANCE CINEMA, Frankreich, 53 Min.
2024: Der wunderbare Udo Kier. Regie: Jobst Knigge, WDR, Deutschland, 53 Min.
2024: Udo Is Love, Ausstellung des Kölnischen Kunstvereins als Hommage zum 80. Geburtstag
Auszeichnungen
Independent Spirit Award
2022: Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Swan Song)
Die EUROPA
2024: Braunschweig International Film Festival